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Die Stimmung verändert sich im Mittelstand
Noch vor wenigen Monaten wurde die wirtschaftliche Entwicklung von mittelständischen Unternehmen gänzlich schwarz gesehen. In der Zwischenzeit lässt sich aber erneut leichter Optimismus nicht nur bei den Mitarbeitern der Mittelständler feststellen.
Das KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer bringt es ans Licht. Mittlere und kleinere Firmen, die Waren und Dienstleistungen Made in Germany herstellen und anbieten, zeichnen die Zukunft der Wirtschaft nicht mehr ganz so düster, die Geschäftserwartungen im Mai wurden ein klein wenig besser beurteilt, als es noch im April der Fall war. Die Führungsebenen von großen Betrieben und Firmen hingegen teilen diesen vorsichtigen Optimismus noch nicht, hier sei mehr Skepsis vorhanden, als es bei den Mittelständlern der Fall sei. Dennoch konnte bei beiden zum ersten Mal seit zwölf Monaten eine Verbesserung der Beschäftigungserwartungen festgestellt werden.
Obwohl Deutschland über weltweite Geschäftskontakte in allen Bereichen verfügt, machen sich hierzulande die Auswirkungen der weltweiten Rezession besonders drastisch bemerkbar. Zahlreiche Industrien haben sich auf den Export von Waren spezialisiert. Diese Bereiche sind von dem Rückgang der Nachfrage besonders stark betroffen. So ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um beinahe 4 Prozent zurück gegangen. 1970 wurde mit den Quartalsaufzeichnungen begonnen und diese hohe Zahl, die mit dem Einbruch einher geht, ist die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen.
Optimismus ist vor allem in solch schwierigen Zeiten, wie sie derzeit herrschen, wichtig, er macht Mut, sich auch weiterhin der äußerst angespannten Situation nicht nur innerhalb von einem Business Netzwerk zu stellen. Und doch, so lässt der Chefvolkswirt der KfW Norbert Irsch verlauten, wäre verfrühter Optimismus fehl am Platze. Die Unternehmen, die befragt wurden, haben die Marktlage im Mai im Vergleich zum April schlechter eingestuft. Ein gesundes Maß an positivem Denken schadet nicht. Solange sich aber die Verbesserungen der Erwartungen nicht dauerhaft in positiven Urteilen der Lage niederschlagen, sollte von übermäßiger Zuversichtlichkeit abgesehen werden, denn nur so ist eine realistische Beurteilung möglich.

































































































